Obsternte 2021

Nach dem Motto erst die (vergnügliche) Arbeit, dann die (ertragreiche) Arbeit, wurden vor der eigentlichen Ernte in unserem ersten obernseeser Streuobstwiesen-Jahr mit Ausdauer, vielen Händen und gutem Werkzeug zwei große Haufen an Buschwerk (Heckenrosen und wilde Brombeerranken u.ä.) um mehrere Obstbäume entfernt, so dass diese überhaupt erst beerntet werden konnten.
Dank köstlicher Bewirtung und einer fleißigen Gruppe exkursierender Studenten, die unbedingt praktischen Ausgleich zur Streuobstwiesentheorie brauchten, ging die Arbeit aber gut von der Hand und bereitete viel Freude – und sogar schon eine erste Ernte zur Motivation.

Schließlich war es soweit…

…in mystischer Morgenstimmung haben ein paar unbeirrbare Genussentdecker am Samstag Vormittag im Oktober die reifen Äpfel unserer Streuobstwiese gelesen, Frühstück inklusive (vielen Dank!). Am Ende kam die Sonne raus und am Sonntag waren 530 ltr. güldener Saft geboren. Auch Most ward von einigen begehrt, so rückte ein kleiner Trupp zwei Wochen später erneut aus, die Früchte der „StreuwiesO“ zu sammeln – und erwirkte neben drei Fässern Most auch 50 zusätzliche Liter Saft bei den fleißigen eckersdorfer Kelterern, so dass der große Durst vieler „SoLaWistas“ doch noch gestillt werden konnte (die 530l waren tatsächlich sehr schnell weg und noch weitere Bestellungen offen – nächstes Jahr planen wir halt mal 1000 ltr. :-)).

Es sind immer noch (Stand 25. November) viele Bäume behangen und können z.B. als Lageräpfel gepflückt werden. Eine Pomologin war die Tage draußen und hat eine Menge „Welschisner“ und „Winterrambure“ entdeckt. Beides hervorragende alte Lagersorten, ab Dezember genießbar und bis April lagerfähig. Dazu wurden noch viele andere alte, wohlklingende ( und -schmeckende) Sorten bestimmt, wie verschiedene Renetten, Rh. Bohnapfel, Schöner aus Wiltshire und aus Boskoop, Gräfin aus Paris, Goldpermäne, Ontario…