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„Blauer Kompass“ und Klimawald Bayreuth

Mit dem Wettbewerb „Blauer Kompass“ zeichnet das Umweltbundesamt Projekte zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels aus. Ob Begrünung des Bürodachs, Entsiegelung des Schulhofes, Anbau klimaangepasster Sorten in der Landwirtschaft oder Maßnahmen zum Hochwasserschutz – gesucht werden Projekte, die innovative Antworten auf die zunehmend häufigen und intensiven Klimafolgen in Deutschland finden.
Nach Bewerbungsende am 17. Februar 2020 hat das UBA (Umweltbundesamt) , mit fachlicher Unterstützung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), entschieden, welche Projekte für die Jurysitzung nominiert werden. Diese treten vom 31.03. bis 20.04.2020 bei einer Internetabstimmung auf der Seite der Tatenbank um den Publikumspreis an.

Auf der Seite http://www.uba.de/tatenbank könnt ihr auch für den Klimawald Bayreuth abstimmen, der durch die CO2-Speicherung nicht nur einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern zugleich auch einen Temperaturanstieg von min. 2°C tolerieren kann, um bestmöglich an die klimatischen Veränderungen angepasst zu sein.

Abgestimmt werden kann sogar mehrmals, nämlich einmal alle 24 Stunden!

Hindernisse der Ernährungswende

Im Rahmen eines Praxis-Seminars des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie an der Uni-Bayreuth wurde ich gefragt, was aus meiner Sicht Hindernisse für eine Ernährungswende seien. Dem Reflex die üblichen Verdächtigen aufzuzählen (Politik, Handel, Agrarkonzerne) widerstehend bin den Wurzeln in tiefere Erdschichten gefolgt. Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben freue ich mich mit dem ein oder der anderen darüber ins Gespräch zu kommen. Vor allem zur Frage was die folgend aufgeführten Hindernisse für die Gründung und Entwicklung von Solawis bedeuten können?

Even after all this time
The sun never says to the earth,
You owe Me.”
Look what happens
with a love like that,
It lights the Whole Sky.
Hafiz

Hindernis I: Land und Boden lassen sich nicht kapitalisieren ohne Sie zu zerstören. Die Dynamik unseres Finanzsystems mit dessen Wachstums-Paradigma, steht im Widerspruch zum wirtschaften mit endlichen Ressourcen (Humus, Biodiversität, Boden) und ökologischen Kreisläufen. Kreisläufe welche unsere Landschaft und Lebensmittelversorgung langfristig vital halten. Der Slogan „Wachsen oder Weichen“ der in der Agrarpolitik und vom Deutschen Bauernverband Jahrzehntelang die Landwirte benebelt hat schlägt in die selbe Kerbe.

Die Lösung ist daher die regionale Landwirtschaft vom Finanzsystem und Agrarpolitik zu entkoppeln. Bürger und Landwirte müssen dafür Hand in Hand arbeiten. Die solidarische Landwirtschaft ist ein dafür geeignetes Instrument. Continue reading Hindernisse der Ernährungswende

Blick zu Gärten im Westen

Liebe SoLaWi-Fans,
wir haben mitbekommen, dass sich in Bamberg gerade einiges tut, z.B. entstand ein „Selbsterntegarten“.

Hier könnt ihr ein kleines Filmchen über das Projekt unter dem Motto „Holt den Garten in die Stadt!“ anschauen:

Beteiligt waren vor allem Tranistion Bamberg, ein Traditionsgärtner und der ehemalige Leiter des ökologischen Gemüsebauversuchsbetriebs in Bamberg.

Auch mit einer SoLaWi, die sich dort in den Anfängen befindet, hatten wir im letzten Jahr schon einige Gespräche.