Category Archives: HumUs-Projekt

Blog-Beiträge speziell vom / für das HumUs-Projekt

Wir haben bioaktive Kohle hergestellt…


Rauch steigt auf aus dem kon-tiki, der pyrolyseofen der Holz
zu bioaktiver Kohle macht. Die Kohle ist extrem langlebig und fixiert
damit über jahrzehnte Kohlenstoff im Boden.
Ein kleiner Beitrag zu Klimaschutz und ein großer Beitrag zum Wohnungsbau.
Ein Qubikzentimerter (Spielwürfel) Kohle liefert je nach Qualität ca 300m² Oberfläche!!
Freies Land, das sich myriarden Mikroorganismen, Pflanzennährstoffe, Wasser und Luft Moleküle teilen. Wir haben ca. 5kg hergestellt.
Das heisst 20mio Quadratmeter oder auch 2000ha Lebensraum.  Die Nährstoffe sickern gerade in Form von Brennnesseljauche in die Kohle. Nützlich ist
auch Kompost, da er schon die richtigen Mikroorganismen-Gesellschaften
beherbergt.

Wer den Effekt auf Pflanzenwachstum beobachten möchte ist
in den HumUs-Garten eingeladen sich ein eigenes Bild zu machen oder auch
beim Versuch vom Lindenhof im eigenen Garten mitzumachen.
(Kontakt: Thomas Kappauf)

… und zwischendurch ein Hügelbeet gebaut

Da das Biokohle-herstellen recht viel Zeit braucht haben wir nebenbei ein Hügelbeet angelegt.
Auch eine Möglichkeit Kohlenstoffspeicher aufzubauen, da im Inneren Holzreste, Stroh und anderes organisches Material zu Dauerhumus umgewandelt werden.
Zu zehnt haben wir beinahe den Weltrekord im Hügelbeetaufbauen gebrochen 😉

Unsere neue Jurte steht

Um der 6m Jurte ein angenehmeres Aufenthaltsklima zu verschaffen, haben wir uns entschieden einen Holzboden zu bauen. Dank Eckardt´s Vorarbeit, Planung und Schreinerexpertise und den vielen spontanen Helfern haben wir jetzt einen geräumigen und gemütlichen Aufenthaltsplatz bei jeden Wetter. Hier können Veranstaltungen zum
Projekt abgehalten werden und Schulklassen einen tollen Lernraum
erleben. Danke Allen die dabei waren!

Zwei ganze Tage hat der Jurtenbodenbau gedauert, am Sonntag nachmittag war dann Richtfest.

Vorsicht bei Torferde!

Nun bricht sich endlich der Frühling bahn. Bei Vielen drängt sich ein starkes Bedürfnis auf zum Garteln, Pflanzen oder den Balkon zu vergrünen! Wie jedes Jahr stürmen wir in die Gartenzentren, Märkte und Gärtnereien um uns einzudecken.

Im Rahmen des HumUs-Projektes möchten wir Euch allen kurz vor dem Griff zum Erdensack zurufen: HALT! Bitte schaut auf den Inhalt des Sacks. Zur Schonung der Moore und mit Klimabewusstsein sollten torffreie Erden bevorzugt werden.
VERÄNDERN: Ersatz muss nicht teurer sein, sollte aber auch bewusst gewählt werden. Stammen die Rohstoffe wie Grünschnittkompost, Rindenhumus und Holzfaser aus heimischer Produktion, fallen keine langen Transportwege an.
Wir haben in Bayreuth am z.B. am Buchstein und der Gefängnisgärtnerei die Möglichkeit torffreien Humus zu günstigen Konditionen zu bekommen.
WEITERMACHEN: Am meisten Spass und zutiefst befriedigend ist aber Herstellung des eigenen Humus. Ja, es geradezu ein alchemistischer Prozess der aus organischem Abfall im Dunklen, Feuchten, Unsichtbaren einen lebensspendenden „Stoff“ werden lässt.

Hintergründe Torferde:

Zur Kultivierung von Pflanzen Balkonkästen, Blumentöpfen und Küpeln wird meist gekaufte Blumenerde verwendet. Im Gartencenter findet man Regale voll von Säcken, in denen Blumenerde für unterschiedliche Zwecke zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird. Viele Käufer sind davon überfordern und wissen nicht, nach welchen Kriterien sie auswählen sollen.

In den letzten Jahren wird auch vermehrt torffreie Erde angeboten. Diese ist grundsätzliche für den Gebrauch im Garten zu empfehlen. Die wenigsten Pflanzen brauchen torfhaltige Erde, denn sie stammen nicht aus Moorgegenden. Nur für Hersteller ist es von Vorteil, ein von Natur aus extrem nährstoffarmes Ausgangsprodukt wie Torf zu nutzen, wenn man standardisiertes Substrat herstellen will. Durch Zugabe von Mineraldüngern und Kalk kann man Erden relativ einfach auf den gewünschten Nährstoffgehalt und pH-Wert einstellen und so ständig gleichartige Erden herstellen (So wie es der Kunde und Gärtnereien nachfragen). Allerdings haben torffreie eine höhere biologische Aktivität durch Beigabe von Kompost. In Abhängigkeit von Verrottungsgrad, Temperatur, und Feuchtigkeit der Ersatzstoffe kann die Nährstofffreisetzung variieren. Zur Schonung der Moore und zum Schutz des Klimas sollten torfreduzierte oder torffreie Produkte bevorzugt werden.